
In dieser Arbeit wird das Klischee der bedrohlichen, weltzerstörerischen Aliens hinterfragt und wurden stattdessen in alltäglichen Szenen dargestellt. Mit generativer KI wurden Bilder und Videos geschaffen, die Außerirdische beim Putzen, Kochen oder Entspannen zeigen. So wird die Grenze zwischen Mensch und Alien aufgebrochen und hinterfragt, warum wir das Fremde oft als Bedrohung wahrnehmen.
Wir leben in einer Welt, in der das Unbekannte oft mit Angst oder Ablehnung begegnet wird. Die Vorstellung von Aliens als Bedrohung ist tief in der Popkultur verwurzelt. Doch diese Darstellungen sagen mehr über uns als Menschen aus als über die Aliens selbst. Die Furcht vor dem Fremden ist ein wiederkehrendes Muster in der Geschichte der Menschheit. Aliens werden oft als Projektionsfläche für unsere Ängste genutzt – sei es als Bedrohung oder als Sündenbock für die Probleme unserer Welt.
Mit Hilfe von generativer KI wurde eine neue Perspektive entwickelt. Auf der Plattform krea.ai wurden mit der Flux-KI Bilder generiert, die Aliens in alltäglichen Szenen zeigen: Ein Alien, das friedlich schläft oder liebevoll eine Mahlzeit zubereitet. Mit Luma wurden diese Bilder dann in bewegte Sequenzen umgewandelt und eine virtuelle Identität geschaffen: den Instagram-Account "aliengance". Dort postet das Alien täglich Einblicke in sein Leben – genau wie ein Mensch.
Diese Darstellung soll nicht nur unterhalten, sondern auch zum Nachdenken anregen: Wie entstehen unsere Bilder vom "Fremden"? Warum projizieren wir unsere Ängste auf das Unbekannte? Und wie würde sich unser Blick auf Aliens verändern, wenn wir sie als Wesen mit einem ganz normalen Alltag wahrnehmen, die vielleicht gar nicht so anders sind als wir?

Die Arbeit verbindet Kunst, Technologie und Gesellschaftskritik. Sie nutzt generative KI nicht nur als Werkzeug, sondern auch als Teil der Erschaffung einer neuen Erinnnerung – einer Erinnerung an eine fiktive Welt, in der das Fremde nicht furchteinflößend, sondern vertraut ist. In dieser Welt hat ein Alien nicht die Absicht, die Erde zu erobern, sondern einfach nur zu leben.






