Seit Jahrhunderten fasziniert das Gemälde der Mona Lisa Menschen auf der ganzen Welt. Wer war sie? Warum hat Leonardo da Vinci sie gemalt? Zahlreiche Theorien drehen sich um ihre Identität – doch was, wenn die Wahrheit noch unglaublicher ist? In meinem Projekt erzähle ich die Geschichte von Mona Lisa als Zeitreisende. Sie wurde nicht in der Renaissance geboren, sondern in den 1990er-Jahren und heißt Sofia Bellini. Durch einen unglaublichen Zufall entdeckte sie eine Skizze von Leonardo da Vinci, die das Konzept einer Zeitmaschine beschreibt. Sie baute das Gerät und begann ihre Reisen durch die Zeit.
Auf einem Flohmarkt entdeckt Sofia Bellini eine vergilbte Zeichnung von Leonardo da Vinci, die sie nicht mehr loslässt. Die Skizze beschreibt eine tragbare Zeitmaschine in Form einer Armbanduhr. Fasziniert von dieser Idee beschließt sie, das Gerät zu bauen. Nach unzähligen Versuchen gelingt ihr das Unfassbare: Die Uhr funktioniert – sie kann durch die Zeit reisen.
Ihre erste Reise führt sie direkt in die Renaissance, wo sie auf Leonardo da Vinci trifft. Er ist von ihrer Erscheinung fasziniert und bittet sie, für ihn Modell zu sitzen. Was in der Kunstgeschichte als zufälliges Porträt gilt, ist in Wahrheit eine Begegnung zwischen einer modernen Frau und einem der größten Genies der Vergangenheit. Weitere Reisen führen sie in die Zeit der Französischen Revolution, auf Partys der Goldenen Zwanziger, zur Erbauung der Pyramiden und ins Zeitalter der Industriellen Revolution.
Sturm auf die Bastille
Für die Umsetzung des Projekts habe ich verschiedene KI-Tools verwendet:
Um die Bilder zu erstellen, habe ich Stable Diffusion in Kombination mit einer speziellen LoRA genutzt, um realistische Darstellungen von Mona Lisa in verschiedenen Epochen zu erzeugen. Dabei war es wichtig, ihr Gesicht über alle Bilder hinweg einheitlich darzustellen. Ohne die LoRA (mit NetControl und Referenzbildern) war das nicht möglich. Teilweise habe ich auch in Photoshop (Generatives Füllen) nachbearbeitet, wenn beispielsweise die Bildkomposition nicht stimmig war. Wenn ich eine Menschenmenge darstellen wollte, kam es oft vor, dass plötzlich alle Personen das Gesicht von Mona Lisa hatten. In diesen Fällen habe ich zuerst ein passendes Bild ohne die LoRA generiert und anschließend mit Inpaint ihr Gesicht angepasst.
Zur Erstellung des Interviews habe ich Runway verwendet. Dazu habe ich zunächst passende Bilder der Interviewerin und Mona Lisa in Stable Diffusion generiert. Hierzu habe ich erst das Bild für die Interviewerin erstellt und basierend auf diesem Bild über img2img das Bild mit Mona Lisa erzeugt. ElevenLabs habe ich genutzt, um verschiedene Stimmen zu generieren. Einmal für die originale Version auf Italienisch und deutsche Stimmen für das Voiceover. In Runway habe ich dann zwei Lipsync Videos erstellt – einmal für Mona Lisa und einmal für die Interviewerin. Zum Schluss habe ich in Premiere Pro die Videos zusammengeschnitten und das Voiceover darübergelegt.
Pyramiden von Gizeh
Mein Projekt wird gemeinsam mit den Arbeiten meiner Kommilitonen im Rahmen der Ausstellung im LUX präsentiert. Die Besucher können folgende Elemente erleben:
Beispielseite aus dem Reisetagebuch